Massage

Seit Jahrtausenden spielt die Massage bei der Behandlung von Kranken, Verletzten, aber auch Athleten eine wichtige Rolle. Unter Massage versteht man eine manuelle Einwirkung auf den Körper zum Zweck der Körperpflege, der Krankheitsvorbeugung oder der Wiederherstellung. Dabei werden durch systematische Wiederholung und Kombination von unterschiedlichen Griffen, bei guter Technik, bestimmte voraussehbare Wirkungen erzielt.

Die Massage ist eine Reiztherapie, bei der mit der Hand angemessene Massagegriffe in allen Geweben der Körperdecke und der Muskulatur ausgeführt werden. Der Begriff „Massage“ (stammt aus der griechischen Sprache; „massein“ = reiben, kneten) wird in Europa seit Beginn des 19. Jahrhunderts wieder angewandt.

Physiologisches Wirkungsspektrum der Massage
Je nach Massageform kommt es zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Durchblutungssteigerung. Wie Untersuchungen gezeigt haben, bewirkt eine Knetmassage eine 2-3 fache Durchblutungserhöhung. Keine Massageform erreicht allerdings auch nur annähernd die ca. 6fache Durchblutungs-steigerung, die durch aktive Muskelarbeit erzielt wird. Durch die Druck-einwirkung der Massage wird der Abtransport von Stoffwechselprodukten gesteigert. Herzwerts gerichtete Ausstreichungen bewirken eine Zunahme des Rückstromes der Lymphe und des venösen Blutes. Diese Mechanismen dienen ebenfalls einer beschleunigten Entschlackung.

Das Hauptziel jeder Massage am Muskel ist die Beseitigung erhöhter Spannungszustände. (Senkung des Muskeltonus). Bereits 15 % der Maximalspannung des Muskels führen zu einer zu-nehmenden Beeinträchtigung der Durchblutung. Die massagebedingte Impulsfrequenz in den sensiblen Nervenendigungen der Haut, erreicht über das Rückenmark das Zentralnervensystem. Auf diesem Weg kann eine vertiefte und verlangsamte Atmung sowie eine Abnahme der Herzfrequenz beobachtet werden. Je grösser der Anteil der massierten Körperoberfläche ist, desto stärker ist der psychische Effekt.

Dadurch steigt die Zahl der gereizten Nervenendigungen  (ca. 3000 Fühlzellen pro cm2 Haut). Je nach Körperregion werden daher mehr oder weniger starke Effekte erzielt, welche zu einer  Verbesserung des psychischen Wohlbefindens führen können.

Die Effektivität der Massage kann durch Warmwasseranwendungen oder einen Saunabesuch gesteigert werden.

Der Einsatz der Massage stellt eine sinnvolle Massnahme zur Optimierung der Wiederherstellungsprozesse dar und ist eine ideale  Ergänzung  zu körperlichem Training. Dennoch ist die Massage nicht in jedem Falle angezeigt. Nach frischen Verletzungen, wie Zerrungen, Muskel-, Sehnen- und Bänderrissen sowie Wunden, sollte die Massage frühestens nach 2-3 Wochen durchgeführt werden. Bei Entzündungen innerer Organe, akuten Venenentzündungen, Fieber sowie Hauterkrankungen sollte keine Massage angewendet werden.